Wahrheit, Lüge und Streit im Netz

Durch die Digitalisierung sind neue Formen der Öffentlichkeit entstanden. Begleitet wurde dieser Prozess regelmäßig mit verschiedenen Zukunftsvorstellungen. Einerseits erhoffte man sich durch die Verbreitung des Internet den freieren Austausch der Weltgesellschaft und Fortschritte bei der gemeinsamen Suche nach Wahrheit. Andererseits war rasch klar, dass sich die Fülle an Informationen nur mit ausgeklügelten und personalisierten Filtermechanismen – technische wie menschliche – sinnvoll nutzen lasse. Steuern wir nun also auf eine Welt der individuellen Filterblasen und abgeschlossenen Weltbilder zu?

Noch heute befindet sich der Diskurs im Deutungsstreit. Einerseits bestehen die erfreulichen Möglichkeiten, Handeln und die Aussagen von Staat, Medien und anderen Institutionen überprüfen und korrigieren zu können – und andererseits die Gefahren, sich aus der Fülle an Angeboten genau die Sichtweisen herauszupicken, die das eigene Weltbild bestätigen. Beide Entwicklungen bergen Risiken und Chancen. Die Möglichkeit, bisherige Expertensysteme durch die Digitalisierung ihrer Kommunikation dauerhaft zu überprüfen, führt vielfach zu der Neuen Erfahrung ihrer Fehleranfälligkeit –  und damit zu einem Vertrauensverlust. So entstehen nicht nur Phänomene wie der digitale Hypochonder, sondern zu einem relevanten Teil lässt sich auch die Verunsicherung gegenüber den etablierten Medien hierauf zurück führen.

Welche Filter wirken im Netz, wie organisiert sich dort Wahrheit – und vor allem: wie können nun sinnvolle Antwortstrategien aussehen?

 

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