Digitalisierung und Migration

Nicht erst seit dem wahrgenommenen Anstieg der Flüchtlingsbewegungen Richtung Europa im Jahr 2015 können wir beobachten, wie die Digitalisierung auch die Mobilität der Menschen rund um den Globus verändert hat. Die leichtere Zugänglichkeit von Informationen über das anderen Ende der Welt ermöglicht uns nicht nur, unser Hotel vor dem Urlaubsantritt zu bestaunen, live Ereignisse in Kriegsgebieten zu beobachten – sondern auch, zu erkunden, wo sich möglicherweise bessere Lebensbedingungen für eine Person oder Familie auftun. Die Digitalisierung trägt damit einen großen Teil zu den gestiegen Menschenbewegungen rund um den Globus bei.

Die Digitalisierung erhöht nicht nur die Sichtbarkeit, sondern sie erleichtert auch die Organisation von Flucht- oder Migrationsbewegungen. Einerseits kann man nun vorher leichter Vorkehrungen am Zielort treffen, andererseits lassen sich von dort aus Unterstützungsleistungen für die daheim Gebliebenen organisieren.

Vielfach verstärken die gestiegenen Kommunikationsmöglichkeiten aber auch falsche Erwartungen an die Bedingungen am Zielort. Kognitive und soziale Verzerrungen erwecken nicht immer zu erfüllende Hoffnungen. Dies kann zu Enttäuschung, Mutlosigkeit und Radikalisierung am Zielort führen.

An der aktuellen Entwicklung von und Diskussion über Migration lassen sich also eine Vielzahl derjenigen Phänomene beobachten, die der Digitalisierung spezifisch zu sein scheinen.

 

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