Kapitalismus und Freiheit

Unser Wirtschaftssystem hat einen deutlich schlechteren Ruf als es verdient, – überall wird ihm die Schuld für Hunger, Krieg und Elend angelastet. Er zwinge die Menschen in ein Hamsterrad und zerstöre die Umwelt. Wer für eine gerechte Globalisierung oder die Bedrohung unserer Lebensgrundlage kämpft, nennt Kapitalismus gerne als Ursache all dieser Probleme. Aber wie viel ist an dieser Behauptung dran – und was ist Kapitalismus überhaupt? Welche Freiheiten haben wir erst durch dieses System erhalten, und welche Ompromisse wurden bisher dafür eingegangen?

Um eine Bewertung abzugeben, an welchen Problemen die Marktwirtschaft welchen Anteil trägt, gilt es zu klären, was unter Kapitalismus und Marktwirtschaft überhaupt zu verstehen ist. Wenn Marktwirtschaft als System mit gesicherten Eigentumsrechten und freiem Austausch von Waren und Dienstleistungen verstanden wird, dann fällt auf, dass eine Vielzahl der Probleme, die wir ihr zuschreiben, gerade erst durch Ermangelung der Einhaltung dieser Prinzipien entstehen. Schließlich kann Nestlé nur Wasser aus Brunnen pumpen, die ihm vorher irgendjemand verkauft hat – und das sind zumeist Regierungen, die diese vorher gewaltsam ihrer Bevölkerung entrissen haben. Solche Überlegungen sind nicht nur wichtig, um Problemursachen richtig zu benennen und über sinnvolle politische Maßnahmen nachzudenken, sondern auch, um eine gesunde Skepsis gegenüber Staaten als Bürgern für Recht und Ordnung zu entwickeln.

 

 

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