Vertrauenskrise und Medienumbruch – Kulturelle Folgen der Digitalisierung

Neue Technologien habe die Gesellschaft immer wieder verändert – meist in unvorhersehbarer Weise und Heftigkeit. Die Zusammenhänge zwischen einer Technologie und seinen gesellschaftlichen Folgewirkungen waren dabei nicht immer leicht ersichtlich. Prognosen über die Zukunft sind daher regelmäßig fehlerhaft, klar ist jedoch, dass nichts bleibt wie es ist – und die Umstellung uns einiges kosten wird.

Der Computer als sich rapide ausbreitende Technologie und die Digitalisierung als das durch ihn beförderte Konzept lösen enorme Umwälzungsprozesse aus, deren Konturen wir nur unscharf zu erkennen beginnen. Wenn Beobachtung, Analyse und Kommunikation immer und überall möglich ist, verändert das nicht nur die Politik und die Wirtschaft, sondern es bedarf gänzlich neuer Ordnungsformen und Sozialtechniken. Bestehende Strukturmuster und Wertesystem werden dabei in Frage gestellt und vielfach aufgelöst.

Dabei trifft nicht nur die Omnipräsenz technischer Systeme, sondern auch ihre spezifische Struktur besonderes Gewicht. Wenn Gesellschaft sich über Kommunikation konstituiert, dann bedeutet der Übergang von der schriftlichen zur elektronischen Kommunikation einen Umbruch, der in seiner Bedeutung nicht überschätzt werden kann. Die Vertrauenskrise bestehender Institutionen wie Politik oder Medien lässt sich auch darauf zurück führen, dass diese ihre neue Rolle erst finden müssen. Hierfür sind sie genötigt, ihre Funktion und Notwendigkeit neu zu erklären und so gesellschaftliche Legitimation zu erfahren.

Welche Veränderungen können wir schon beobachten, und welche lassen sich bereits vermuten? Wie können wir als Individuum und als Gesellschaft mit den Anforderungen solcher Umwälzungsprozesse sinnvoll umgehen?

Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um einen weiten Blick auf die abstrakten Strukturen, die sich durch die Digitalisierung der Kommunikation ergeben.

 

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