Vorwort zu den angebotenen Kursen

Wie kann es sein, dass hier derart verschied erscheinende Kurse, Workshops und Experimente angeboten werden? Kann sich jemand überhaupt auf all diesen Gebieten hinreichend auskennen, um etwas dazu sagen zu können?

 

Vorweg gilt es zu sagen, dass sich durch alle hier angebotenen Themen ein klarer roter Faden zieht. Es geht um die Frage, vor welchen Herausforderungen unser demokratisches Konzept, und insbesondere der gesellschaftliche Dialog derzeit stehen. Die Digitalisierung birgt ein enormes Potential, hat aber auch Fehler und Schwächen des Menschen und seiner Institutionen deutlicher hervortreten lassen. Die mit dem Medienumbruch verbundenen Herausforderungen stellen bewährte soziale und philosophische Konzepte, sowie gesellschaftliche Funktionssysteme in Frage. Es ist dringend geboten, den Rahmen für mögliche Alternativen abzustecken. Hiermit beschäftigt sich das gesamte Angebot.

 

Computer sind nicht nur besser in der Lage, die Feinheiten unseres Verhaltens zu beobachten, sondern auch den Versuch zu unternehmen, dieses zu beeinflussen. Die elektronische Erfassung unser Kommunikation liefert dabei einerseits die für algorithmische Ver- und Bewertung notwendige Datengrundlage, verändert aber selbst die Art und Weise, wie wir kommunizieren und organisieren. Die gesamte Herausforderung des Umbruchs von gedruckter in elektronisch vermittelter Kommunikation sorgt auf vielfältige Weise für Irritation und einen Anstieg der Komplexität. Um abzuschätzen, welche Reaktionen zu erwarten sind, oder welche Einordnungen sich anbieten, gilt es mehr zu klären, als nur die Frage nach dem nächsten sozialen Netzwerk. Wir müssen uns den technischen, sozialen, psychologischen und philosophischen Grundlagen unseres Gemeinwesen zuwenden.

Meine Angebote werden von dem Versuch getragen, bei der Formulierung der richtigen Fragen zu helfen, und weniger, die Behauptung aufzustellen, bereits passende Antworten auf alles zu kennen. Das unterscheidet mein Angebot maßgeblich von denen vergleichbarer Referenten, denn es soll dazu befähigen, auf zukünftige Diskussionen vorzubereiten. Es soll Hilfestellung bieten, sich selbst eine Meinung zu bilden, statt sich irgend einen Detailpunkt heraus zu greifen, und dies mit der Selbstverständlichkeit bisherigen Expertentums als beantwortet zu deklarieren. Denn diese Form der behaupteten Omnipotenz ist eine derjenigen gesellschaftlichen Institutionen, die derzeit in der Kritik stehen. Zu spüren bekommt das nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die Politik und die etablierten Medien. Es gilt viel stärker als bisher den Anspruch zu befriedigen, nicht nur seine Sichtweise auf die Dinge zu verbreiten, sondern auch zu erläutern, wie man zu dieser Einschätzung kommt, und welche Schwachstellen die eigene Methode und Position aufzuweisen vermag.

 

Historische Analogien sollten nicht überstrapaziert werden, zeichnen jedoch eher bedrohliche Zukunftsprognosen für ähnliche Situationen. Aus diesem Grund speisen sich meine Neugier und mein Angebot nicht nur aus meinem eigenen, intrinsischen Interesse für diese Themen, sondern auch durch die Einschätzung derjenigen Felder, die meiner Meinung nach dringend bearbeitet werden müssen, wenn wir den aktuellen Herausforderungen gewachsen sein wollen. Es sind diejenigen Felder, die ich als diejenigen erachte, auf denen sich entscheiden wird, ob dir die aktuellen Krisen demokratisch lösen, oder nicht.

Mein Angebot ist somit einerseits populär-und-wissenschaftlich, andererseits eindeutig bildungs-politisch. Es richtet sich an eine Audienzen unterschiedlichen Alters und Bildungsstands. Es versucht eine Brücke zwischen den Elfenbeintürmen der Universitäten und dem alltäglichen Leben zu schlagen.

 

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