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Erwachsenenbildung

Gesellschaftliche und technologische Veränderungen stellen vor allem diejenigen vor Herausforderungen, die unter anderen Bedingungen aufgewachsen sind. Wer einmal Strukturen etabliert und Prozesse entwickelt hat, tut sich schwerer neue zu erlernen, als diejenigen, die in eine sich ständig verändernde Umwelt geboren werden. Das gilt ähnlich für einzelne Menschen, als auch Institutionen. Nicht nur aus diesem Grund werden vielfältige Formen der Erwachsenenbildung immer wichtiger.

Es gibt auch Hinweise darauf, dass soziologische Kenntnis und das Verständnis für gesellschaftliche Zusammenhänge diejenigen Kompetenzen sind, die vor einem Gefühl der Machtlosigkeit und einer Anfälligkeit für vereinfachende Weltmodelle am besten schützen. Politische Erwachsenenbildung ist also gerade in Zeiten der Unsicherheit eine Schlüsselkompetenz für die Aufrechterhaltung von gesellschaftlichem Zusammenhalt und demokratischer Stabilität.

Aus diesem Grund biete ich hier eine Auswahl an Themen aus dem Bereich der politischen Bildung an, die sich gezielt an Erwachsene richten und verschiedene aktuelle Fragestellungen aus den Perspektiven der Sozial-, Politik- und Medienwissenschaften beleuchten. Es handelt sich mal um etwas weitere Themenfelder wie Digitalisierung und Menschenrechte, mal um spezifischere Fragestellungen einzelner gesellschaftlicher Herausforderungen.

Diese Angebote sollen als Möglichkeitsraum dienen und können für unterschiedliche Zielgruppen und Kontexte angepasst werden. Zu meinen Projektpartnern in diesem Bereich gehören seit langer Zeit neben politischen und philosophischen Cafés, , dem akademischen Dienst des Auswärtigen Amtes, verschiedenen kirchlichen, künstlerischen oder gewerkschaftlichen Organisationen auch Volkshochschulen, Bürgeruniversitäten, die Bundeszentrale für politische Bildung sowie universitäre Ringvorlesungen und Seminare.

Hinter jeder Überschrift finden sich detailliertere Darstellungen und differenziertere Angebote.

Menschenrechte im digitalen Zeitalter

Die Digitalisierung erfasst nicht nur private oder wirtschaftliche, sondern auch politische und rechtliche Prozesse. Betroffen sind dabei einerseits Inhalte – also der Schutzraum einzelner Rechte – als auch die Form der menschenrechtlichen Arbeit.

Worüber müssen wir in Bezug auf die Menschen- und Bürgerrechte im digitalen Zeitalter nachdenken? Welche Chancen und Risiken ergeben sich für die Menschenrechtsarbeit? Welche Herausforderungen kommen auf die Politik zu und welche Akteure spielen eine Rolle?

Populismus und Vereinfachungen

Egal ob rechts oder links, religiös, technokratisch, ökonomisch oder ökologisch: Vereinfachungen, Verschwörungstheorien und Abgrenzung sind auf dem Vormarsch. Wir schließen Grenzen zwischen Prozessen, Staaten und Weltbildern. Vereinfachungen bieten das Fundament jeder komplexen Gesellschaft. Das sind hilfreich um Komplexität zu reduzieren – aber auch gefährlich wenn Abgrenzung in Ablehnung, wenn Skepsis in Missgunst kippt.

Warum kommt es derzeit zu einem Anstieg von Vereinfachungen, sind es soziale, psychologische oder ökonomische Gründe?

Neue Grenzen unserer Gesellschaft

Neue Technologien eröffnen neue Möglichkeiten – und sind regelmäßig begleitete von Utopien für die Zukunft. Doch nach einer kurzen Zeit werden diese oftmals von der Realität eingeholt und es stellt sich die Frage ob die Zukunft nicht doch eher düster aussieht.

Können Menschen und Institutionen mit den Entwicklungen der Technik mithalten? Wir wird sich unsere Demokratie ändern müssen? Werden wir noch wissen was Wahrheit ist, wenn im Netz so viel unüberprüfbares steht?

Digitalisierung als Kulturprozess

Die elektronisch kommunizierende Gesellschaft organisiert sich anders als die des Buchdrucks. Sie bildet neue Netzwerke über als Grenzen hinweg und setzt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft unter Druck. Gesellschaftliche Strukturen und Institutionen werden sich zukünftig noch stärker verändern müssen als das bereits bisher der Fall war und es wird Zeit sich die Muster dieser Entwicklung anzuschauen.

Welche Ansprüche und Kulturpraktiken entstehen gerade? Welche Ordnungsmuster und Konflikte zeichnen sich ab? Und was heißt Digitalisierung eigentlich?

Die Macht der Computer und Algorithmen

Die Macht der Computer scheint unbegrenzt. Ihre Algorithmen erfassen und bewerten unsere Lebenswelt und scheinen uns berechenbar zu machen. Entsprechend gerne verlassen sich Politik und Wirtschaft auf elektronische Prophezeiungen.

Doch was weiß der Computer, was kann er wissen? Welchen Einfluss haben die Codes von Facebook, Google und Co. auf unsere Gesellschaft? Und werden wir am Ende gar von einer allwissenden künstlichen Intelligenz regiert?